Symbolbild: LGBTQI, Bundestagswahl 2021

Mehrheit der LGBTQI* wählt Grün-Rot-Rot

Grüne bei 29 Prozent, SPD und Linke bei mehr als 20 Prozent. So sähe der aktuelle Bundestag aus, hätte 2017 nur die LGBTQI*-Community gewählt.

Eine gemeinsame Studie der Universitäten Wien und Gießen im Vorfeld der Bundestagswahlen 2017 zeigt, dass die Wahlpräferenzen von über 5.000 Befragten aus LGBTQI*-Community stark von denen der übrigen Bevölkerung abweichen. Grüne und Linke mobilisieren in dieser Gruppe überdurchschnittlich viele Wähler-/innen. Union und AfD liegen weit zurück.

Die Studienergebnisse zeigen einen deutlichen Unterschied zum Wahlverhalten der übrigen Bevölkerung: in Der Community liegen die Grünen bei fast 30, Linke bei 23 und SPD bei 21 Prozent. Das ist deutlich mehr als beim tatsächlichen Wahlergebnis. FDP mit knapp 10, CDU mit knapp 7 und AfD abgelegen mit etwas mehr als 2 Prozent liegen hingegen weit hinter dem tatsächlichen Ergebnis. Eigene Darstellung / Quellen: Universität Wien, Bundeswahlleiter

Es ist die erste Studie, die spezifisch auf die Präferenzen der Community schaut. Zuvor war dies quasi eine Blackbox in der Wahlforschung. Wie kommen diese Abweichungen zwischen den Wahlpräferenzen der Community und den tatsächlichen Wahlergebnissen zu Stande? Dieser Artikel untersucht die Positionen der sechs großen Parteien zu LGBTQI*.

Diskriminierung und Gewalt gegenüber Minderheiten auch in Deutschland

Mittlerweile nimmt die Community in der Kultur und den Mainstream-Medien eine immer bedeutendere Rolle ein. Auch ihre gesellschaftliche Akzeptanz wächst. Dennoch sind Diskriminierung und Gewalt der LGBTQI*-Gemeinschaft in Deutschland alles andere als fremd.

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